ÜBER MICH
Mein Name ist Irnes Alic,
Die Erfahrung, zwischen Kulturen zu stehen, hat mich früh für das Innere des Menschen sensibilisiert – für seine Sehnsüchte, seine Verletzungen und seine Fähigkeit zur Entwicklung.
Mein Weg
Meine berufliche Laufbahn begann in der Pflege. In der Begleitung von Menschen in oft sehr verletzlichen Lebenssituationen wurde mir bewusst, wie eng körperliche und seelische Prozesse miteinander verbunden sind. Ich habe gesehen, wie stark sich emotionale Konflikte, ungelöste Traumata oder alte Beziehungsmuster auf das körperliche Befinden auswirken können. Diese Erfahrungen weckten in mir den Wunsch, nicht nur pflegend zu begleiten, sondern tiefer zu verstehen – den Menschen in seinem ganzen inneren Erleben zu erfassen.
Dieser Weg führte mich zur Individualpsychologie. Ich bin diplomierter individualpsychologischer Berater mit einer fundierten Ausbildung auf Grundlage der Lehre Alfred Adlers. Die Individualpsychologie hat mich sofort angesprochen, weil sie den Menschen nicht als „Problemträger“ sieht, sondern als schöpferisches Wesen mit einer individuellen Lebenslogik. Jeder Mensch strebt nach Zugehörigkeit, Sinn und Wirksamkeit – oft auf Wegen, die ihm selbst nicht bewusst sind. In meiner Beratung geht es darum, diese inneren Muster sichtbar zu machen, zu verstehen, woher sie kommen – und welche Alternativen heute möglich sind.
Ergänzend dazu habe ich mich in EMDR-Traumatherapie weitergebildet, die ich in München abgeschlossen habe. Diese Methode ermöglicht es, belastende Erfahrungen zu verarbeiten, die sich tief ins Nervensystem eingeprägt haben – oft jenseits des bewussten Denkens.
EMDR setze ich dann ein, wenn Worte allein nicht mehr ausreichen. Sie ist besonders hilfreich bei traumatischen Erlebnissen, alten emotionalen Wunden oder sich wiederholenden Beziehungs- und Verhaltensmustern.
Meine Haltung
In meiner Arbeit begegne ich Menschen auf Augenhöhe. Ich glaube daran, dass jeder Mensch Experte für das eigene Leben ist – auch dann, wenn der innere Kompass gerade verloren gegangen scheint. Ich arbeite ressourcenorientiert, mitfühlend und klar. Dabei ist es mir wichtig, Raum für echte Begegnung zu schaffen – für Selbstreflexion, aber auch für Stille, für Zweifel, für Ehrlichkeit und für das, was oft lange verborgen blieb.
Was Therapie sein kann
Viele Menschen tragen innere Räume in sich, die sie lieber geschlossen halten. Dort liegt etwas, das einmal zu schwer war, um es alleine anzuschauen – eine alte Verletzung, ein überwältigendes Gefühl, eine Erfahrung, die nie verarbeitet werden konnte. Wir gehen um diese Räume herum, leben in den anderen Zimmern unseres Lebens. Doch ein Teil von uns weiß immer, dass sie da sind. Und das kostet Kraft – oft mehr, als uns bewusst ist.
In der Therapie öffnen wir solche Räume gemeinsam. Nicht, um dich dem Chaos auszusetzen, sondern um behutsam aufzuräumen. Stück für Stück. In deinem Tempo. Mit jemandem, der mit dir hinschaut und dabei bleibt.
Am Ende ist aus dem verschlossenen Zimmer ein Raum geworden, den du wieder betreten kannst – ohne Angst. Das Zimmer bleibt Teil deines Hauses. Aber es bestimmt dich nicht mehr.
Für wen ich da bin
Ich begleite Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen – in persönlichen Krisen, bei innerer Leere, bei Selbstwertthemen, in Beziehungskonflikten oder in der Suche nach einem authentischen Lebensweg. Oft kommen Menschen zu mir, die sich innerlich blockiert fühlen, immer wieder in ähnlichen Mustern feststecken oder einfach das Gefühl haben, nicht wirklich bei sich selbst angekommen zu sein.
Ich verstehe Beratung als einen geschützten Raum, in dem Neues entstehen darf. Nicht durch Druck, sondern durch Einsicht. Nicht durch Bewertung, sondern durch Verstehen. Und manchmal ist es genau dieser Blick von außen, der ermöglicht, was im Innern lange unmöglich schien.
Wenn du das Gefühl hast, etwas in deinem Leben verstehen oder verändern zu wollen – oder dich selbst auf einer tieferen Ebene kennenlernen möchtest – begleite ich dich gerne ein Stück auf diesem Weg.